Sechs nützliche Social-Network-Tipps für kleine und mittelständische Unternehmen

© Bernd Gillich

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Experten-Interview
Für das Arbeitgebermagazin Faktor A hat der Münchener
Social Media Berater Bernd Gillich sechs nützliche Social-Network-Tipps für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt.

1. Eine Wochenend-Betreuung der Social-Media-Kanäle ist lobenswert – aber nicht zwingend notwendig.

Als kleiner oder mittelständischer Unternehmer kann es heute von großem Vorteil sein, soziale Netzwerke zu nutzen und zu pflegen. Viele Unternehmen setzen bereits auf diese Form der Kommunikation. Müssen sie den Facebook- und Twitter-Account der Firma auch am Wochenende aktualisieren? Nicht unbedingt. Die Wochenend-Pflege spielt in kleinen Unternehmen keine so große Rolle. Ein potenzieller Interessent für eine Leistung, jemand, der eine Information braucht oder eine Jobanfrage per Facebook postet, ist positiv davon überrascht, dass das Unternehmen über soziale Kanäle erreichbar ist. Wenn der Kunde dann werktags eine Antwort auf seine Anfrage oder Anmerkung bekommt, reicht ihm das meistens aus. Bei großen Unternehmen wie der Deutschen Bahn oder Adidas ist die Erwartungshaltung der Kunden ganz anders: da möchte man 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr Fragen beantwortet bekommen – und das möglichst schnell. Dafür stellen die Großen aber auch extra Personal am Wochenende ein. Bei einem Mittelständer erwartet der User, dass das Unternehmen, das die Kanäle nutzt, diese von Montag bis Freitag pflegt. Die Regel ist: Werktags zwei bis drei Stunden, nachdem das Posting eingegangen ist, müssen die Verantwortlichen reagieren. Auf der Facebook-Seite sollte man ein paar Mal pro Woche News posten, um den Account interessant und aktuell zu halten.

2. Sie müssen nur wollen: Gerade die Chefs sind in der Pflicht.

Die Führungsriege im Unternehmen muss nicht nur personelle Ressourcen für die sozialen Medien freigeben, sondern das Engagement auch wirklich unterstützen. Natürlich erfordert die Pflege der Kanäle zunächst einmal zusätzliche Arbeit. Doch es gibt viele Unternehmer, die, sobald sie verstanden haben, um was es bei diesen Netzwerken geht, richtig Spaß an der Sache entwickeln. Alles, was neu und interessant ist im Zusammenhang mit der Firma, kann mit Fotos, Podcasts oder kleinen Artikeln gepostet bzw. verlinkt werden. Ein Beispiel: Ein Busunternehmer twitterte täglich allerlei Buntes aus seiner Region. Sein Unternehmen war vielen bekannt, nur weil sie über Suchbegriffe, die eigentlich gar nichts mit Busfahren zu tun hatten, auf seine Seite gestoßen waren. Manche machen aus ihren Seiten richtige kleine Tageszeitungen, in denen sie nicht nur über das Unternehmen oder Jobangebote schreiben, sondern darüber hinaus Wissenswertes über die gesamte Region, in der das Unternehmen sitzt, posten. Das wiederum erhöht ihre Reichweite. Denn wer einen bestimmten Begriff googelt, etwa „Baden Württemberg“ und „Wellness“, findet möglicherweise recht schnell den Link zur Facebook–Seite des kleinen mittelständischen Unternehmens, das Saunas und Solarien produziert. Für manche sind Facebook-Postings und Twittern so selbstverständlich wie das Zähneputzen geworden. Wichtig ist: Die Inhalte müssen zum Produkt oder zur Dienstleistung des Unternehmens passen. Und die Verantwortlichen müssen sich sicher sein, über die entsprechenden Urheber- und Nutzungsrechte zu verfügen bzw. keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen.

Das ganze Experten Interview finden sie unter http://www.faktor-a.arbeitsagentur.de/themen/personalsuche-ueber-netzwerke/expertentipps-und-wer-betreibt-facebook-am-wochenende/

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